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Das war Berlin!

fun in der U-Bahn

                         Abendprogramm in der JH

Endlich war es soweit! Jetzt ging es für drei Tage in die Hauptstadt, nach Berlin. Nach sechs Stunden Fahrt kamen wir bei der Jugendherberge Ernst-Reuter an. Am nächsten Tag sollten wir um 9.15 Uhr im Bus sitzen, was uns aber nicht davon abhielt, die halbe Nacht wach zu bleiben.

Freitag fuhren dann wir zum Paul-Löbe-Haus, wo wir eine Abgeordnete der Linken trafen. Dorothée Menzer war sehr nett und erzählte uns bereitwillig alles was wir wissen wollten. So fragten wir zum Beispiel, warum sie bei den Linken sei, worauf sie meinte, dass die Überzeugung der Linken sich am ehesten mit ihren Anschauungen decke. Auf die Frage wieso sie Abgeordnete geworden sei, antwortete sie: “Um etwas zu verändern!“ Zusätzlich interessierte uns, wofür sie zuständig ist. Dorothée Menzer ist unter anderem Verkehrsbeauftragte. Nach diesem interessanten Gespräch aßen wir in der Kantine des Paul-Löbe Hauses zu Mittag.

Durch einen Verbindungstunnel kamen wir anschließend zum Reichstag, wo wir uns erst einmal neugierig umsahen. Dann durften wir bei einer Debatte über die Managergehälter dabei sein, was sehr interessant war. Die Kuppel des Reichtags besuchten wir als nächstes, wobei wir eine wunderschöne Aussicht hatten, da die Sonne schien.

Unzählige Gruppenfotos später, saßen wir im Bus auf dem Weg zum Ku´damm. Dort hatten wir 1 1/2 Stunden Zeit um, na ja, dass zu machen, was wir machen wollten. Nachdem alle wieder zurück waren und sich gegenseitig ihre „Schnäppchen“ gezeigt hatten, fuhren wir wieder zur Jugendherberge.                                          

Nach einer weiteren kurzen Nacht machten wir uns auf den Weg zur Gedenkstätte Sachsenhausen, ein ehemaliges Konzentrationslager. Wir erfuhren viel über die Geschichte der Gedenkstätte, wo insgesamt mehr als 200.000 Menschen inhaftiert waren. Wir sahen den Appellplatz und die einzige Baracke die noch steht. In jeder Baracke haben ungefähr 400 Menschen gelebt, wenn man überhaupt von Leben sprechen kann. 2-3 Menschen mussten sich in ein Bett quetschen. Sie mussten den ganzen Tag schwere körperliche Arbeit verrichten und bekamen wöchentlich so viel zu Essen wie ein SS-Aufseher täglich. Schon für die kleinsten Vergehen wurden die Inhaftierten misshandelt oder sogar gehängt. Nicht selten verschwanden sie spurlos. Als letztes waren wir im Lager Z, der Endstation. Dort wurden Häftlinge hauptsächlich vergast oder durch die Nackenschussanlage getötet. Wir fanden die Führung sehr informativ. Bedrückt verließen wir die Gedenkstätte.

Abends gingen wir in das Rathaus Schöneberg zu einem Improtheater. Zwar fand das nicht ganz unseren Gefallen, dafür das nächtliche Berlin umso mehr. Viele tolle Fotos entstanden vor dem angestrahlten Brandenburger Tor.

Sonntag war leider schon der Tag unserer Abreise. Trotzdem besuchten wir noch das Naturkundemuseum, wo wir „lebendig“ werdende Dinosaurierskelette bestaunten, einen Kurzfilm über das Weltall anschauten und Charles Darwins zahlreiche Entdeckungen bewunderten, wie z.B das schon ausgestorbene Quagga.

Dann erwartete uns schon der Bus, der uns wohlbehalten und um viele Erfahrungen reicher wieder nach Nürnberg brachte.  

Liz Pflugbeil

HVD-Nürnberg Jugendfeier-Team | jugendfeier[at]hvd-nuernberg.de